PCH: Nachbetrachtung Weltmeisterschaft 2026
Nationalmannschaft | 17.06.2026Die IPCH-Weltmeisterschaft 2026 liegt bereits wieder zwei Wochen hinter uns. Anbei sende ich euch schon mal vorab den offiziellen Artikel im DRS-Magazin.
Es war ein stimmungsvolles und bewegendes Turnier in Finnland mit noch nie so derart großer Unterstützung. Sowohl unsere Fans vor Ort, unsere Partner und unsere Community gaben genau wie unser Team alles.
Sportlich haben wir aber die vorher angestrebten Ziele verfehlt. Wir erreichten insgesamt souverän und überzeugend den Halbfinaleinzug per Traumstart, das 25:1 gegen Kanada war dabei der höchste Länderspielsieg aller Zeiten. Aber dann folgten auch die beiden höchsten Niederlagen der Historie im Halbfinale und Spiel um den 3. Platz.
Unser Top-Stürmer Nasim Afrah hatte uns als eigentlichen Weltranglisten-Fünften auf ein anderes Level bei der EM 2024 gebracht und so war das System um ihn aufgebaut für maximalen Erfolg. In dieser Konstellation dann ohne ihn war aktuell nicht mehr als Platz 4 drin. Auch ungeachtet davon sind weitere Schwächen und Formschwankungen offensichtlich geworden und der Abstand zu den Niederlanden, der Schweiz und Italien ist momentan groß. Die Mannschaft hat bis zuletzt alles gegeben und gekämpft, hat in der Gruppenphase überzeugen können, aber mehr ist bei diesem Turnier nicht drin gewesen.
Es läuft eine umfassende Analyse, denn es benötigt Veränderungen, um in Zukunft wieder konkurrenzfähiger gegenüber der Spitze zu werden. Dafür braucht es auch alternative Systeme, die nicht auf einen Spieler ausgelegt sind. Auch wenn wir weiter auf Nasim bauen, braucht es neue Wege, das allgemeine Level weiter zu steigern und das Team variabler zu machen.
Unsere Medienarbeit, unsere Fans und Partner hingegen waren das gesamte Turnier absolute Spitze. Powerchair Hockey Germany erreichte alleine auf Instagram und Facebook eine halbe Million Aufrufe, bisheriger Allzeit-Rekord.
Im Anhang hänge ich euch per oneDrive noch ein paar Fotos vom Veranstalter an, Fotograf des Veranstalters war Essi Kultanen:
Alles in allem war es ein Turnier, das eine Zukunft verspricht, nachdem unsere Teilnahme erst lange gar nicht möglich schien. Wir haben sie finanziert und werden auch den nötigen Umbruch und die nächsten Herausforderungen angehen.
Herzlichen Dank an die zahlreichen Spenderinnen und Spender, an Dr. Ausbüttel, Roche, Handimove, enerix und Schäfersport, die das möglich gemacht haben.